11.05.2026

Fachzug Personalreserve übt den Ernstfall in Lehrte: Menschenrettung und Brandbekämpfung im Fokus

LEHRTE / Landkreis Peine | Eine komplexe Einsatzlage forderte am Freitag, 10.04.2026, den Fachzug Personalreserve des Landkreises Peine. Die Einsatzkräfte aus der Gemeinde Hohenhameln absolvierten eine großangelegte Übung auf einem Industriegelände in der Stadt Lehrte. Das Resümee der Zugführung: „Die gesteckten Ziele wurden erreicht.“

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Die Lage: Brandausbreitung und vermisste Personen

Angenommen wurde ein Brand, der auf ein Industriegelände überzugreifen drohte. Nach der ersten Erkundung durch Zugführer Jens Böker wurde der Fachzug umgehend zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Was zunächst wie eine Standardlage wirkte, entpuppte sich schnell als technisches und personelles Geduldsspiel:

1. Innenangriff: Mehrere Trupps drangen unter schwerem Atemschutz in das verqualmte Gebäude vor.

2. Komplexität: Während der Suche wurden weitere Vermisste gemeldet. Eine Person war im Außenbereich eingeklemmt, eine weitere musste von einer Maschine gerettet werden.

3. Spezialrettung: Die Einsatzkräfte mussten Personen aus engen Röhren und Maschinenteilen befreien, während parallel die Brandbekämpfung mit zwei handgeführten Rohren im Innenangriff lief.

Koordination und Sicherheit

Ein Schwerpunkt der Übung lag auf der Struktur und Effizienz. Die großflächige Maschinenhalle musste schnellstmöglich abgesucht werden, ohne die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gefährden.

„Wichtig war der ständige Funkkontakt zum Abschnittsleiter und die lückenlose Atemschutzüberwachung. Nur so kann ein Sicherungstrupp im Falle eines Atemschutznotfalls den verunfallten Trupp sofort lokalisieren“, betonten die Übungsleiter.

Die Einsatzleitwagen (ELW) dienten dabei als kommunikative Schnittstelle. Hier wurde der gesamte Funkverkehr abgewickelt und eine Lagekarte geführt, um den Zugführern jederzeit einen aktuellen Überblick über das Geschehen zu ermöglichen.

Fazit: Fehler als Lernchance

Nach rund drei Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. In der ersten Nachbesprechung zeigten sich die Zugführer Sebastian Strelau und Jens Böker zufrieden mit der Leistung der rund 28 Einsatzkräfte:

1. Ziele erreicht: Die Wasserversorgung stand stabil, die Personensuche verlief koordiniert.

2. Lerneffekt: „Klar sind auch Fehler gemacht worden“, so Strelau und Böker, „aber genau dafür machen wir diese Übungen – um Schwachstellen aufzudecken und im Ernstfall sicher handeln zu können.“

Ein besonderer Dank galt der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Peine, die das benötigte Material gewartet und für die Übung bereitgestellt hatte. Nach getaner Arbeit stärkten sich die Feuerwehrleute bei einem gemeinsamen Imbiss.

Text: Tanja Rißland

Fotos: J. Böker


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